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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Erneut allgemeines Besuchsverbot im HKK

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Weiterer Anstieg von Corona-Fällen im Landkreis. Heidekreis-Klinikum muss erneut ein allgemeines Besuchsverbot aussprechen.

Deutschlandweit bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen auf hohem Niveau: Das RKI meldete am 27. Oktober 2020 innerhalb von 24 Stunden 11.409 neue COVID-19 Fälle. Im Landkreis Heidekreis sind aktuell 62 Menschen erkrankt. Damit liegt der der 7-Tage-Inzidenzwert im Heidekreis nun bei 29,1. (Quelle: Niedersächsischen Landesgesundheitsamt, Datenstand vom 27. Oktober, 9 Uhr).
Dieser 7-Tage-Inzidenzwert gibt Auskunft darüber, wie stark sich das Coronavirus in einer Region gerade verbreitet. Für den Heidekreis bedeutet das, dass in den letzten sieben Tagen auf 100.000 Einwohner des Heidekreises 29 Neuinfektionen gemeldet wurden. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen die betroffene Stadt, Kommune oder Verwaltungseinheit als Risikogebiet eingestuft wird. Als erster „Warnwert" gilt ein 7-Tage-Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.

Im Heidekreis-Klinikum wurden zwei an Covid-19 erkrankte Patienten Anfang dieser Woche stationär aufgenommen. An beiden Standorten sind die Intensivstationen und Isolierstationen vorbereitet. Aktuell werden zwei stationäre Covid-19-Fälle am Standort Walsrode behandelt, eine Person davon wird intensivmedizinisch betreut.

Erneut allgemeines Besuchsverbot im Heidekreis-Klinikum – um ALLE zu schützen

„Uns allen im Corona-Krisenstab des Heidekreis-Klinikums ist bewusst, wie schmerzhaft das Besuchsverbot, das wir nun erneut aussprechen müssen, für unsere Patienten und deren Angehörigen ist," sagt Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge. „Dennoch muss unser Hauptaugenmerk darauf liegen, dass sowohl unsere Patienten als auch unsere Mitarbeitenden so gut wie möglich vor einer Ansteckung geschützt werden." Da das Coronavirus auch von Menschen übertragen werden kann, die keine Krankheitssymptome zeigen, ist die Gefahr, dieses Virus, sich „unbemerkt" in die Krankenhäuser über Besuchende einzuschleichen, hoch.

Ab Mittwoch, dem 28. Oktober gilt deshalb ein allgemeines Besuchsverbot auf den Stationen.
Folgende Ausnahmen werden bestehen bleiben:

  • Intensivstationen, bei Patienten, die sich im Sterbeprozess befinden
  • Palliativstation
  • Kinderstation
  • Geburtsstation: Hier ist eine feste Begleitperson (z. B. der werdende Vater) bei der Entbindung und den Besuchen danach erlaubt

Alle Besuchende müssen während des gesamten Aufenthaltes in den Krankenhäusern einen selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz tragen und die Hygieneregeln beachten! Alle Besuchende müssen sich an der Information des HKK an- und auch wieder abmelden.

Auch Patienten, die zu ambulanten Terminen ins Heidekreis-Klinikum kommen, dürfen nur in Ausnahmefällen mit höchstens von einer Person begleitet werden.

Individuelle Regelungen bei Härtefällen

Dr. med. Achim Rogge: „Selbstverständlich gibt es individuelle Regelungen in Härtefällen." Zum Beispiel für Patienten, die Kontakt zu Angehörigen dringend benötigen, wie zum Beispiel an schwerer Demenz Erkrankte oder Patienten, bei denen der Sterbeprozess eingesetzt hat; kann eine gesonderte Besucherregelung beschlossen werden. Diese ist jedoch immer mit dem Chefarzt der Abteilung und der Pflegedirektion abzustimmen.

Nutzen Sie bitte die Möglichkeit, mit Patienten, die in unserem Haus liegen, zu telefonieren – so lange das Besuchsverbot besteht, ist dies kostenfrei in unseren Krankenhäusern möglich oder via WhatsApp, Facetime, Skype oder anderen Anbietern einen Videoanruf zu tätigen (WLAN ist in unserem Haus kostenfrei).

Dr. med. Achim Rogge: „. Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht vorbei und wird uns alle noch mehrere Monate begleiten. Daher müssen wir gemeinsam vorsichtig bleiben. Wir wissen, dass die Abstands- und Hygieneregeln wirken – und deshalb bittet das gesamte Heidekreis-Klinikum darum, dass Sie sich alle daran halten."

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