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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Sozial- und Gesundheitsministerin Rundt besucht Heidekreis-Klinikum

Mittwoch, 26. Juli 2017

Bei einem gemeinsamen Termin mit dem Aufsichtsrat, den Mitarbeitern aus den Bereichen Ärzte und Pflege, der Geschäftsführung sowie dem Betriebsrat des Heidekreis-Klinikums überreichte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt heute persönlich ein Bestätigungsschreiben, dass das Land die geplante Erweiterung der Zentralen Notaufnahme in Walsrode mit 1 Million Euro in einem ersten Finanzierungsabschnitt fördert.

Wichtiger Bestandteil des Anfang 2016 vorgestellten Zukunftskonzeptes für das Heidekreis-Klinikum war die Zusammenführung der stationären chirurgischen Versorgung in einer großen Klinik im Heidekreis Ende Februar 2017. Begleitend dazu stellte das Heidekreis-Klinikum - mit Unterstützung und Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung - mehrere Fördermittelanträge, um die notwendigen baulichen Maßnahmen an den beiden Standorten Soltau und Walsrode abschnittsweise verwirklichen zu können. Die beantragten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Teilverlagerung der Chirurgie betreffen am Standort Walsrode die Zentrale Notaufnahme (ZNA), den Arztdienst, die Endoskopie sowie die Normal- und Intensivpflegestation.

„Mit gezielten Investitionen in die Krankenhäuser stärken wir die stationäre Versorgung der Bürgerinnen und Bürger - gerade auch in ländlichen Regionen", betont Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. „Ich freue mich daher sehr, dass der Krankenhausplanungsausschuss den Förderantrag des Heidekreis-Klinikums unterstützt", so die Ministerin. Die Landesregierung stellt von 2016 bis 2020 insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro für Investitionen in Niedersachsens Krankenhäuser bereit. Damit werde, so die Ministerin, auch der Investitionsstau nachhaltig abgebaut.

Von 2013 bis 2016 sind die ambulanten Behandlungszahlen um 45 Prozent angestiegen. Die Zusammenführung der chirurgischen Fachabteilungen in Walsrode führte seit dem 1. März 2017 vor allem in der Zentralen Notaufnahme Walsrode zu einem weiteren Zuwachs von Patienten. Dies betrifft sowohl Patienten, die sich selbst vorstellen, als auch Patienten, die vom Rettungsdienst ins Klinikum gefahren werden. Versorgte die Zentrale Notaufnahme Walsrode im Januar und Februar dieses Jahres noch durchschnittlich 370 bis 450 Patienten pro Woche, sind es seit Anfang März 460 bis 540 Patienten pro Woche. Im ersten Halbjahr 2017 ist mit 8.095 ambulant behandelten Patienten in der ZNA Walsrode ein Wachstum um 22 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. In der Versorgung ambulanter Patienten aus dem Landkreis wird das Heidekreis-Klinikum immer wichtiger.

Um den dringend notwendigen Ausbau möglichst zügig voranzubringen, stellte das Heidekreis-Klinikum im Mai dieses Jahres einen Fördermittelantrag in Höhe von 2,6 Millionen Euro für die Erweiterung der ZNA beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Dieser Antrag wurde am 12. Juni vom Krankenhausplanungsausschuss befürwortet. Das Klinikum erhält dadurch noch aus dem Investitionsprogramm 2017 eine erste Teilförderung in Höhe von 1 Million Euro. Die Umbaumaßnahmen in der ZNA können nach dem Durchlaufen der noch notwendigen Schritte bis zur Baugenehmigung im dritten Quartal 2018 beginnen und werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Der Betrieb in der ZNA wird durch die Baumaßnahmen nicht unterbrochen, da es sich um eine Erweiterung außerhalb der bestehenden Räumlichkeiten handelt. Die geplante Fläche umfasst nach Erweiterung etwa 580 m² Nutzfläche, davon befinden sich rund 365 m² im Bestand und 215 m² im Neubau. Die Untersuchungs- und Behandlungsräume werden um 2 Räume erweitert. Des Weiteren wird eine Aufnahmestation mit 6 Betten für Patienten eingerichtet, die nur eine kurze Zeit im Krankenhaus verweilen.