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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Aktuelle Entwicklungen zum medizinischen Strukturkonzept

Freitag, 02. Februar 2018

Am 24. Januar 2018 hat ein Gespräch zur Zukunft der beiden Krankenhäuser des Heidekreis-Klinikums (HKK) mit dem Staatssekretär Heiger Scholz vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (NMS) und den Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper, Dr. Karl-Ludwig von Danwitz, Sebastian Zinke, Landrat Manfred Ostermann und dem Aufsichtsratsvorsitzenden des HKK, Hermann Norden, sowie dem Geschäftsführer des HKK, Dr. Christof Kugler, stattgefunden. 

Infolge des Gespräches wird geprüft, ob das HKK einen Fördermittelantrag an das Land Niedersachsen stellt für die Entwicklung eines Neubaus an zentraler Stelle im Heidekreis. In dem Fachgespräch wurde das Heidekreis-Klinikum gebeten, die bereits bestehenden Planungen in einem Fördermittelantrag zur Zusammenführung der Kliniken in zentraler Lage im Heidekreis zu bündeln.

Dem HKK bietet sich damit die Möglichkeit, in einem klar definierten Zeitraum von 5 Jahren (vorbehaltlich der Zustimmung des Planungsausschusses im Juni 2018, Abstimmungsgespräche mit dessen Mitgliedern werden wir in Kürze aufnehmen) ein modernes, sich an möglichst optimale Prozessabläufe orientierendes Krankenhaus zu errichten.
Die auch zukünftig anhaltende gespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt erschwert die Gewinnung von ärztlichem und pflegerischem Personal immer mehr. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen zwei Jahren nochmals verschärft: Die Vorhaltung von Doppelstrukturen im stationären Bereich ist auf Dauer kaum zu bewerkstelligen.
Dem Heidekreis eröffnet sich als einem von wenigen Landkreisen in Niedersachsen die Möglichkeit, die Sicherstellung der stationären und notfallmedizinischen Versorgung des gesamten Landkreises zukunftssicher zu entwickeln. Die an einem Ort gebündelten medizinischen Kompetenzen würden dazu beitragen, dass sich die Konkurrenzfähigkeit des HKK bei der Mitarbeiter-Akquisition verbessert, was sich wiederum auf die Qualität der Patientenversorgung und die Erweiterung des Leistungsspektrums auswirken würde.

Die Auswahl eines geeigneten, zentral gelegenen Standortes ist Teil der Planung und u. a. abhängig von der Verfügbarkeit von Grundstücken und eines Bebauungsplanes.
Gemeinsam mit den betroffenen Kommunen werden Nachnutzungskonzepte entwickelt. Weiterhin sind mit einer Einhäusigkeit einhergehende Strukturfragen zu klären, z. B. die Ansiedlung einer zentralen Rettungswache und die Optimierung der Transportorganisation.

Dieser Strategiewechsel vom Erhalt beider Standorte hin zur Einhäusigkeit bietet sich dem HKK nur deshalb, weil neben der Entwicklung und Schwerpunktbildung in der stationären Versorgung auch der Strukturwandel hin zu einer zunehmenden Ambulantisierung aktiv angegangen wurde. Am Standort Soltau hat diese Entwicklung bereits 2013 mit den Maßnahmen der stadteigenen Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH Soltau (AWS) zur Schaffung von Arzt- und Facharztpraxen begonnen, die gemeinsam mit dem HKK am Gesundheitsstandort am Krankenhaus fortgesetzt werden konnte. In Walsrode ist vom HKK im Rahmen eines öffentlich-privaten Partnerschafts-Projektes (ÖPP) ein ambulantes Gesundheitszentrum im Oktober 2017 eröffnet worden.
Als Teil der zukünftigen Standortentwicklung bleibt die ambulante Versorgung an den Standorten Soltau und Walsrode bestehen und soll gemeinsam mit Dritten ausgebaut und erweitert werden. Auch das Angebot von Spezialsprechstunden an den jeweiligen Standorten bleibt erhalten.

Für das HKK folgt nun die Zusammenfassung der bestehenden Fördermittelanträge (Volumen ca. 40 Mio. Euro) in einem neuen Antrag. Diese Maßnahme führt zur Stärkung der sozialen Gesundheitswirtschaft im Heidekreis und der Region, sichert und entwickelt neue Arbeitsplätze und ist als Standortfaktor bedeutsam für die im Heidekreis ansässigen Unternehmen. Es ist außerdem zu erwarten, dass sich die Attraktivität für die Niederlassung von Haus- und Fachärzten erhöhen wird.

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