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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Für Ihre Gesundheit: Gemeinsam in die Zukunft in einem neuen Gesamtklinikum

Freitag, 06. September 2019

Heute fand in Walsrode eine Demonstration zum Erhalt des HKK am Standort Walsrode statt. Die Menschen, die dem Aufruf zur Demonstration gefolgt sind, möchten wir versuchen, durch Fakten zu überzeugen bzw. aufzuklären:

Rückblick. Der Niedersächsische Krankenhausplanungsausschuss hat in 2018 die Zusammenlegung der Standorte Soltau und Walsrode befürwortet und dafür ca. 130 Millionen Euro als Förderungssumme des Landes in Aussicht gestellt.

Gegenwart. Momentan werden sieben mögliche Bereiche, in denen ein Gesamtklinikum entstehen kann, in einem Raumordnungsverfahren (ROV) geprüft. Auftraggeber des ROV ist das Heidekreis-Klinikum. Dieses Verfahren soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Falls sich mehr als eine Fläche für den Bau eignet, wird die Geschäftsführung den Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums über die Vor- und Nachteile der Standorte informieren. Der Aufsichtsrat wird dann dem Kreistag als Gesellschafter eine Empfehlung geben. Der Kreistag entscheidet final über den Standort des neuen Gesamtklinikums.

Nun wird innerhalb der Bevölkerung, insbesondere in Walsrode, darüber gesprochen, dass der vorhandene Standort des HKK in Walsrode die beste Lösung für ein Gesamtklinikum sei. Wir möchten mit Fakten überzeugen, weshalb der Erhalt einer der beiden Alt-Standorte als Gesamtklinikum nicht möglich ist:

  • Notwendige technische Erweiterungen sind baulich nicht möglich, so dass wichtige Therapien und Operationen nicht angeboten werden können. Ein Beispiel: Für den Aufbau einer Fachabteilung für Gefäßmedizin, die sich zu einem zertifizierten Gefäßzentrum entwickelt, ist die Vorhaltung eines Hybrid-OPs Voraussetzung. An keinem der beiden Standorte wäre ein Bau eines solchen, sehr großen Operationssaales, der zudem hohe Anforderungen an die Technik stellt, im Bestand möglich.
  • Die Gebäudeleittechnik – also die Überwachung und wirtschaftliche Steuerung der technischen Gebäude-Komponenten wie u. a. Heizung, Beleuchtung, Lüftungs- und Klimaanlagen – ist an beiden Standorten veraltet, eine Integration in hochmoderne, aktuelle Systeme ist nicht mehr möglich.
  • Die Wärmedämmung ist vom heutigen Standard weit entfernt. Fehlende Lüftungstechnik wurde in Teilen durch dezentrale und damit sehr unwirtschaftliche Klimatechnik ersetzt.
  • In der Elektrotechnik gibt es keine räumliche Trennung des Netzstroms von der Sicherheitsstromversorgung, was bei größeren Erweiterungen sehr aufwändig und nur unter Raumverlusten herzustellen wäre. Eine Trennung kann – selbst beim größtmöglichen Störfall Großbrand – eine zweite Stromversorgung gewährleisten.
  • Die Aufzugskapazitäten sind auf die derzeitigen Gebäudestrukturen beschränkt, außerdem sind die Aufzugsanlagen technisch veraltet.
  • Das Gesamtklinikum wird knapp unter 400 Betten vorhalten. Am Standort Walsrode, mit 267 Betten, gibt es bereits heute für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher nicht genügend Parkplätze.

Zukunft. Grundsätzlich möchten wir klarstellen, dass das Heidekreis-Klinikum NICHT vor der Schließung eines seiner Standorte steht! Ganz im Gegenteil: Das Heidekreis-Klinikum plant momentan für die Zukunft und ist dabei, sein medizinisches Angebot an beiden Standorten auszuweiten, so dass beim Umzug in ein neues Gesamtklinikum das HKK ein deutlich erweitertes medizinisches Leistungsangebot vorhalten wird. An einem Standort, der für die Mehrheit der im Heidekreis lebenden Menschen erreichbar ist können wir in einem modernen Neubau unsere Kompetenzen bündeln und sind nicht länger an zwei Standorten zergliedert.

Wir sind überzeugt: Unser moderner Neubau wird auch die Bürger des Heidekreises überzeugen. Dafür sprechen viele Gründe, hier einige Beispiele:

  • Die neue Großklinik schafft Klarheit – sie ist erster und einziger Anlaufpunkt für alle Patienten. Frühere Unsicherheiten, welcher Standort für welche Erkrankung zuständig ist, sind dadurch behoben.
  • Es sind keine Verlegungen und Transporte mehr zwischen den Krankenhaus-Standorten nötig.
  • Ein zentraler Standort im Landkreis verkürzt die Fahrtzeiten für viele Bewohner des Heidekreises. Ein Beispiel: Ein Walsroder Bürger, der eine kardiologische Behandlung benötigt, muss heute noch nach Soltau ins Krankenhaus fahren, da sich hier die Fachabteilung Kardiologie befindet. Ein zentraler Standort wird den Fahrweg dieses Patienten verkürzen.
  • Nur ein Neubau kann die Wünsche nach zeitgemäßen, modernen Patientenzimmern erfüllen. Drei- und Vierbettzimmer sowie Dusche/ WCs auf dem Gang werden dann auf allen Stationen der Vergangenheit angehören.
  • Der Klinikneubau sichert Arbeitsplätze im Landkreis. Zudem müssen viele Mitarbeitende momentan zwischen den Alt-Standorten pendeln, so dass ein Zusammenschluss für viele auch eine deutliche Fahrtzeitenminimierung bedeutet.
  • Ein Klinikneubau bei dem auf kurze Wege für Mitarbeitende und Patienten geachtet wird, erleichtert dadurch auch die Gewinnung von ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal.
  • Bei der Planung des Neubaus wird besonderes Augenmerk auf die Patientenversorgung, Patientensicherheit und Patientenzufriedenheit gelegt: Nur in einem Neubau kann es – aus rein gebäudetechnischen Gegebenheiten – eine klare Trennung der Wartebereiche zwischen einbestellten Patienten und Notfall-Patienten geben. Zudem wird es eine weitere Trennung zwischen Patienten, die tatsächlich einer Behandlung in der Notfallaufnahme bedürfen und denen die „nur" von einem niedergelassenen Arzt/ KV-Notfallpraxis behandelt werden müssen, geben.

Haben Sie Fragen zu unserem Neubau-Projekt? Dann schreiben Sie uns gern: nina.bernard@heidekreis-klinikum.de

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