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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Jahresrückblick und Jahresvorschau im Heidekreis-Klinikum

Freitag, 10. Januar 2020

Einzige Gemeinsamkeit: Es war und wird kein Jahr wie das davor! Jahresrückblick und Jahresvorschau im Heidekreis-Klinikum.

Das Heidekreis-Klinikum verzeichnet für das Jahr 2019 ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Ergebnis konnte um rund 3 Mio. Euro auf minus 10 Mio. Euro verringert werden. Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge: „Zum ersten Mal seit mehreren Jahren kann das HKK an beiden Standorten einen Zuwachs an Patienten, die wir stationär aufgenommen haben, aber auch an der Schwere der Erkrankungen unserer Patienten, die unsere ärztlichen und pflegerischen Teams behandeln durften, verzeichnen. Wir freuen uns sehr, dass die Bevölkerung des Heidekreis ihr Krankenhaus vermehrt annimmt und bedanken uns für das entgegen gebrachte Vertrauen!"

Die Zeichen für 2020 stünden jetzt auf „Weiterentwicklung", so der Geschäftsführer. Ganz besonders betont Dr. Rogge immer wieder das hohe Engagement, den großen Einsatz und den hervorragenden Teamgeist aller HKK-Mitarbeitenden. Dr. Rogge: „Das HKK hat in 2019 nicht nur einen Aufwärtstrend erlebt, sondern vor allem auch viele Veränderungen erfahren. Gemeinsam hat die Geschäftsführung mit allen Führungskräften des gesamten HKK zeitnahe und mittelfristige Entwicklungspotentiale entwickelt."

Die Fachabteilung Unfallchirurgie ist im Dezember 2019 im Rahmen des Projektes „Sicherstellung der Not- und Unfallversorgung" wieder vollständig an den Standort Soltau zurückgekehrt. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie hat neben der erneuten Zertifizierung zum Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie auch die Zertifizierung zum Hernienzentrum erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der Fachabteilung Gastroenterologie und Chefarzt Professor Dr. med. Frank Schmitz strebt Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. med. Carsten Nix, nun die Zertifizierung zum Darmzentrum an. In 2019 hat die Unfallchirurgie die Zertifizierung zum Traumazentrum geschafft, diese Zertifizierung soll auch in 2020 für Soltau und Walsrode erlangt werden.

Aber auch bauliche Maßnahmen sind in 2019 begonnen – und teilweise auch bereits erfolgreich abgeschlossen: So wurden die OP-Säle in Soltau ertüchtigt und modernisiert. Die Intensiveinheit am Standort Walsrode wurde wiederum auf insgesamt 16 Plätze vergrößert, außerdem gibt es hier nun nur noch Zweibettzimmer – ein deutlich höherer Komfort für Schwersterkrankte und ihre Besuchenden. Dr. med. Achim Rogge: „Ganz besonders freue ich mich auch über den erneuten Zuwachs an Geburten im Heidekreis-Klinikum. Dieses Jahr durften wir 1.075 Babys, also 58 kleine Erdenbürger mehr als noch im Vorjahr, bei uns herzlich willkommen heißen. Um genügend Kapazitäten vorhalten zu können, ist der Bau des dritten Kreißsaals kurz vor seinem Abschluss, bzw. momentan wird einer der beiden bereits vorhandenen Säle modernisiert."

Auch für das Projekt „Neubau eines Gesamtklinikums" hat das Heidekreis-Klinikum große Pläne in 2020. Dr. med. Achim Rogge: „Bis zum Ende diesen Jahres wird die Standortsuche abgeschlossen sein. Somit kann der Kreistag dann entscheiden, wo das neue Gesamtklinikum gebaut werden soll." Momentan läuft noch das Raumordnungsverfahren, kurz ROV genannt. Das Verfahren – das vom Landkreis durchgeführt wird – soll im Herbst abgeschlossen sein. Dr. Rogge: „Dann steht fest, ob, bzw. welche der sieben Gebietskulissen z. B. wegen Naturschutz- oder Bodenbeschaffungsgründen nicht für den Bau eines Krankenhauses geeignet sind." Zudem werde bis dahin geklärt sein, welche Grundstücke von ihren jeweiligen Eigentümern überhaupt verkauft werden würden. Dr. Rogge: „Wie gesagt sind alle Gebietskulissen sehr groß und viele davon haben mehr als sechs Eigentümer, da wird es schwer sein, allen Interessen und Vorstellungen gerecht zu werden, bzw. sie erfüllen zu können – oder zu wollen."

Bereits im Abschluss befindet sich eine sogenannte SWOT-Analyse inklusive eines Gravitationsmodells, das den Einfluss der Standortwahl auf die Patientenströme zeigt. Dr. Rogge: „Eine SWOT*-Analyse ist eine amerikanische Methode, um Stärken und Schwächen, sowie Chancen und Risiken eines Unternehmens zu analysieren. Dies wird angewandt auf die im Raumordnungsverfahren (ROV) möglich erachteten Grundstücke, um auch eine medizinische Weiterentwicklung auf den neuen Standort abzubilden."

 

*SWOT. S = Strength (Stärke), W = Weakness (Schwäche), O = Opportunities (Möglichkeiten), T = Threats („Bedrohungen")

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