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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Wir antworten auf Ihre Fragen zum Coronavirus

Donnerstag, 30. Januar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, auf diesem Wege möchten wir die Fragen, die uns erreicht haben, beantworten:

  1. Wie geht es dem Patienten?
    Dem Patienten geht es recht gut, es liegen grippeartige Beschwerden wie Gliederschmerzen und Fieber vor.
  2. Wann liegt das Testergebnis vor?
    Die Proben wurden in ein qualifiziertes Labor in Berlin gebracht. Wir erwarten das Ergebnis frühestens am Abend des 30.01.2020. Es gibt für diese Diagnostik noch kein automatisiertes Testverfahren. Das heißt, diese Diagnostik wird rein händisch – also manuell – gemacht. Sobald das Ergebnis vorliegt, werden wir die Medien informieren– und das Ergebnis auch auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen.
  3. Welche Tests werden in dem Labor gemacht?
    Es wird zum einen selbstverständlich auf das Coronavirus getestet, zum anderen aber auch auf den „normalen" Grippevirus.
  4. Wenn das Coronavirus weniger „aggressiv" ist, als das „bekannte" Grippevirus, weshalb schottet China dann ganze Städte ab und weshalb stellen immer mehr Fluglinien den Verkehr nach China ein?
    In der Tat sind die Partikel des Coronavirus, verglichen mit dem Influenzavirus – also dem „normalen" Grippevirus deutlich größer/ schwerer. Das heißt, dass dieses Virus z. B. nicht so weit durch die Luft getragen werden kann. Man geht davon aus, dass Menschen, die erkrankt sind, andere Menschen bereits ab einem Abstand von 1.50 Meter nicht einmal mehr gefährden können, wenn sie z. B. niesen. ABER: Es ist bekannt, dass das Virus in der Inkubationszeit bereits ansteckend ist. Die Inkubationszeit des Coronavirus kann bis zu 14 Tage lang sein. Das heißt: Ein bereits infizierter Mensch bemerkt noch keinerlei Symptome – fühlt sich also noch gesund, liegt nicht im Bett, meidet nicht „Körperkontakt" zu anderen Menschen, ist aber bereits ansteckend. Und somit können – unwissentlich – sehr viele Menschen angesteckt werden, die wiederum sehr viele weitere Menschen anstecken, usw.
  5. Wieso haben Sie die Öffentlichkeit über diesen Verdachtsfall überhaupt informiert? Sie hätten doch auch warten können, bis ein gesichertes Testergebnis vorliegt?
    Wir sehen uns hier in der Informationspflicht, um „Flurfunk" und Gerüchten keinerlei Nährboden zu geben. Wir hoffen, dass unsere Transparenz dabei hilft, Ängste abzubauen, bzw. Panik zu verhindern. Wir möchten noch einmal betonen, dass nur Menschen, die aus den betroffenen Regionen Chinas kommen oder einen nachgewiesenen Coronainfekt haben, auch tatsächlich ansteckend sein können.

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