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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Ambulanzen und Sprechstunden

Vor jeder Narkose findet ein Aufklärungsgespräche in unserer Prämedikationsambulanz statt. Leiden Sie unter chronischen Schmerzen, können Sie unsere Schmerzambulanz in Walsrode aufsuchen.

Prämedikationsambulanz

Die präoperative Untersuchung als auch das Narkoseaufklärungsgespräch finden für alle ambulanten und prästationären Patientinnen und Patienten in der Prämedikationsambulanz statt. Diese finden Sie im Bereich für ambulantes Operieren in Soltau in der 1. Etage sowie in Walsrode in der 3. Etage.

Patientinnen und Patienten, die nicht in der Lage sind die Prämedikationsambulanz aufzusuchen, werden selbstverständlich am Krankenbett auf der Station von der Anästhesitin/ dem Anästhesisten visitiert und aufgeklärt.

Im Rahmen des Narkosevorgesprächs verschafft sich die Anästhesistin/ der Anästhesist ein ganzheitliches Bild über den Gesundheitszustand der Patientin/ des Patienten. Dies geschieht mit Unterstützung eines umfassenden Fragebogens, den die Patientinnen und Patienten bereits im Vorfeld des Gespräches ohne Zeitdruck lesen und ausfüllen sollten.

Wir bitten darüber hinaus zu diesem Gesprächstermin alle soweit verfügbaren Unterlagen über den Gesundheitszustand mitzubringen. Dazu gehören u. a.:

  • Voruntersuchung vom Haus- oder Facharzt/ -ärztin
  • Befunde von Voruntersuchungen vom Herzen wie EKG, Ultraschall
  • Lungenfunktionstestung
  • Allergiepass
  • Herzschrittmacherausweis
  • Medikamentenplan
  • Ggf. Notfallausweis
  • Bei gesetzlich betreuten Patientinnen und Patienten ist die Anwesenheit des Betreuers notwendig.
  • Bei Kindern und Minderjährigen ist die Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten notwendig.

In dem Prämedikationsgespräch informiert die Anästhesistin/ der Anästhesist die Patientin/ den Patienten über die individuell möglichen Narkoseverfahren. Unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen wird das Narkoseverfahren gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten festgelegt und der Ablauf am OP-Tag besprochen. Darüber hinaus erläutert die Anästhesistin/ der Anästhesist auch die Möglichkeiten der postoperativen Schmerztherapie.

Im Bereich der Geburtshilfe können sich die Patientinnen mit ihren Partnern bereits während der Schwangerschaft über die räumlichen Gegebenheiten sowie die zur Verfügung stehenden anästhesiologischen Möglichkeiten zur Schmerzlinderung im Rahmen der Elterninformationsabende der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe informieren. Es besteht darüber hinaus nach Terminvereinbarung die Möglichkeit, einen individuellen Termin in der Prämedikationsambulanz zu vereinbaren.

Bei großen Operationen, die einen großen Blutverlust erwarten lassen, steht zudem ein sog. „Cell-Saver“ zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Gerätes ist es möglich, bei großen Blutverlusten patienteneigenes Blut wieder aufzuarbeiten und zurückzugeben.

Die Patient bzw. der Patient hat abschließend ausführlich die Gelegenheit Ängste und Sorgen vorzutragen sowie weitere Fragen zu den Abläufen während und nach der Anästhesie respektive Operation zu stellen.

 

Ihr Operateur wird Sie in der Prämedikationsambulanz vorstellen/ anmelden.
Die Prämedikationsambulanz steht an den Tagen Montag bis Freitag sowie nach Terminabsprache über das Sekretariat zur Verfügung.

Sekretariat: Kerstin Schwanke
Tel.: 05161 602-1441

Schmerzambulanz Walsrode

Akute Schmerzen, beispielsweise nach einer Verletzung oder Operation, haben eine Alarm- und Schutzfunktion für den Organismus. Dauern Schmerzen hingegen länger als sechs Monate an, haben sie ihre ursprüngliche schützende Funktion verloren. Sie können Ausdruck einer dauerhaften organischen Schädigung sein und mit schwerwiegenden Funktionsstörungen des Körpers einhergehen.

Chronische Schmerzen müssen adäquat behandelt werden. Schmerztherapeuten sind spezialisiert auf diese Behandlung.

Da bei chronischen Schmerzen auch "biologische", "psychische" und "soziale" Einflussfaktoren eine Rolle spielen, ist die Behandlung eine interdisziplinäre Aufgabe.

Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen werden in einer speziellen Sprechstunde betreut. Im Rahmen eines multimodalen Schmerzkonzeptes besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Physiotherapie und der Abteilung für Psychiatrie in unserem Haus.

Leider werden wir trotz aller Bemühungen bei Patientinnen und Patienten mit bereits lange bestehenden Schmerzen nur selten eine komplette Schmerzfreiheit erreichen können. Unser Ziel ist es jedoch, Ihre Schmerzen auf ein für Sie erträgliches Maß zu reduzieren.

Das Spektrum der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen umfasst:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat
  • Anhaltende Rückenschmerzen
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperationen
  • Weichteilrheuma (Fibromyalgie)
  • Nervenschmerzen
  • Phantom- und Stumpfschmerzen
  • Gürtelrosenschmerzen (Herpes zoster)
  • Morbus Sudeck (sympathische Reflexdystrophie, CRPS)
  • Narbenschmerzen
  • Durchblutungsbedingte Schmerzen (AVK)
  • Tumorschmerzen
  • Unklare Schmerzsymptome
  • Bestimmte Arten von Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Konsiliarische Betreuung von Patientinnen und Patienten im Heidekreis-Klinikum

Therapiemaßnahmen:

  • Medikamentöse Therapien nach internationalen Richtlinien (WHO-Stufenschema)
  • Periphere und zentrale Nervenblockaden
  • Sympathikusblockaden
  • Neuraltherapie, TENS (Transkutane Nervenstimulation)
  • Infusionstherapie
  • Chirotherapie in Zusammenarbeit mit der Physiotherapie
  • Hirudines medicinalis (Blutegel)
  • Psychotherapeutische Behandlung in Zusammenarbeit mit der Psychiatrie

Anmeldung und Allgemeines:

Bitte rufen Sie uns an und wir werden so bald wie möglich einen Termin mit Ihnen vereinbaren. Haben Sie bitte Verständnis, falls Wartezeiten entstehen sollten. Patientinnen und Patienten mit Tumorschmerzen oder Schmerzerkrankungen, bei denen eine sofortige Behandlung notwendig ist, werden bevorzugt behandelt.

Zunächst möchten wir uns ein Bild von Ihnen und Ihren Beschwerden machen. Zu diesem Zweck haben wir einen Schmerzfragebogen entworfen, den Sie in unserem Sekretariat erhalten. Diesen Fragebogen lassen Sie uns bitte zusammen mit Ihren Unterlagen (Arztbriefen usw.) zukommen. Bitte bringen Sie Ihre Unterlagen über bisher durchgeführte Untersuchungen bzw. Behandlungsmaßnahmen mit, die im Zusammenhang mit Ihrer Schmerzkrankheit stehen. Dazu gehören auch Unterlagen über Erkrankungen oder Operationen, die zum Verständnis Ihrer Schmerzen hilfreich sein könnten.

Ausnahme: Schicken Sie uns bitte keine Röntgenbilder oder Röntgenbefunde zu!

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Telefonnummer anzugeben, unter der Sie tagsüber erreichbar sind.

Am Tag der ersten Vorstellung in der Schmerzambulanz gehen Sie bitte vorher in die Anmeldung. Diese befindet sich in der Eingangshalle neben der Information. Zur Anmeldung benötigen Sie einen für das Quartal gültigen Überweisungsschein Ihrer Hausärztin/ Ihres Hausarztes oder Fachärztin/ Facharztes.

Sprechzeiten:

  • Terminvergabe nur telefonisch:
    Sekretariat Anästhesiologie: Kerstin Schwanke
  • Montag - Donnerstag: 09:00 - 14:00 Uhr
  • Tel.: 05161 602-1441
  • Fax: 05161 602-1444

  • Schmerzambulanz:
    Dienstag/Donnerstag: 08:00 - 13:00 Uhr
    Tel.: 05161 602-1446

Spezielle Sprechstunden Walsrode

  • HNO-Patientinnen und -Patienten stellen sich bitte in Absprache mit der operierenden HNO-Praxis an den Tagen Montag und Mittwoch um 12:30 Uhr vor.
  • Patientinnen und Patienten der chirurgischen Praxis Walsrode (Dr. med. Gerd-Dieter von Koschitzky) stellen sich bitte am Dienstag in der Woche des OP-Termins um 14:30Uhr vor.
  • Urologie-Patientinnen und Patienten werden im Rahmen des prästationären Aufenthaltes durch die Anästhesistin/ den Anästhesisten gesehen.