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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Bei unseren Patienten gehen wir immer auf Nummer Sicher!

Freitag, 27. September 2019

Am 17. September fand der erste „Welttag der Patientensicherheit" (WHO) statt; bis zu diesem Jahr war es „nur" der „Internationale Tag der Patientensicherheit". „Grundsätzlich steht an jedem Tag im Jahr an den Standorten des Heidekreis-Klinikums die Sicherheit der Patienten an erster Stelle. Denn nur wer tagtäglich alle Möglichkeiten ausschöpft, die es gibt, um die Sicherheit der Patienten stets bestmöglich zu gewährleisten, wird dies auch schaffen," erklärt Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge. „Deshalb gibt es im Heidekreis-Klinikum verbindliche Standards, an die wir uns alle halten müssen."

Mit dem Anlegen eines Patientenarmbandes wird, gleich nach der Aufnahme, der erste Sicherheitscheck möglich gemacht: „Selbstverständlich sind unsere Bänder hygienisch unbedenklich, sie können – und sollen – während des ganzen Aufenthaltes von unseren Patienten getragen werden", erklärt Christoph Widemann, Hygienefachkraft am HKK. „Ein Patientenarmband hilft, bei jedem Behandlungsschritt die Identität des Patienten kontrollieren zu können, und verhindert, z. B. bei der Gabe von Medikamenten oder bei Operationen, Verwechslungen.

Apropos Operationen – ohne Sicherheits-Check nie OP-Start!
Ein bisschen ist es wie im Flugzeug: Bevor der Pilot dort die Maschine startet, führt er einen Sicherheits-Check durch. So ist es auch vor, während und nach einer Operation an unseren Standorten des HKK: Eine Sicherheits-Checkliste, nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt, lässt dreimal überprüfen, ob u. a. der richtige Patient an der richtigen „Stelle" operiert wird, ob nach der Operation z. B. alle Instrumentarien wieder außerhalb der Körperöffnung sind. „Die OP-Checkliste" unterteilt sich in die Gebiete „Einleitung der Narkose", „OP-Beginn" und „OP-Ende", so Christoph Widemann.

Die wichtigste Maßnahme in jedem Krankenhaus? Die Hände-Hygiene
Um sich – und andere zu schützen ist die Händedesinfektion die wichtigste und effektivste Maßnahme. Es heißt zwar, dass Keime aus einem Krankenhaus kämen, meistens werden die Keime aber tatsächlich von außen in das Krankenhaus gebracht. Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge: „Für immungeschwächte Menschen sind Keime gefährlich, deshalb ist eine Desinfektion der Hände vor dem direkten Kontakt mit dem Patienten besonders wichtig. Wir haben überall in unseren Krankenhäusern Desinfektionsspender. Gleich nach Betreten unserer Krankenhäuser steht ein großer Spender in den Eingangshallen – und wartet darauf, benutzt zu werden!"

Deshalb zeigte das Heidekreis-Klinikum an beiden Standorten in den Eingangshallen Patienten, Angehörigen, Besuchern und auch Mitarbeitenden, wie man seine Hände richtig desinfiziert. Ein Blick in die Blackbox – das Gerät macht durch Fluoreszenz die Hautstellen sichtbar, die nicht vom Desinfektionsmittel erreicht wurden – verriet danach, wie effektiv die Händedesinfektion tatsächlich war. Hygienefachkraft Christoph Widemann: „Nur wer sich mindestens 30 Sekunden lang die Hände mit einem Desinfektionsmittel intensiv und flächendeckend einreibt, kann den Kampf gegen Keime gewinnen. Deshalb ist es für Pflegende und Ärzte und das patientennahe Personal (z. B. Physiotherapie) in unserem Haus zum Beispiel Pflicht, dass bei der Arbeit am Patienten z. B. auf Ringe an den Fingern verzichtet wird: Sie würden eine flächendeckende Desinfektion verhindern."

Können Schäden vorausgesehen werden? Jein.
Auch im Heidekreis-Klinikum wird, wie in vielen anderen Krankenhäusern Deutschlands auch, mit dem sogenannten CIRS-Konzept (= Berichtssystem über kritische Vorkommnisse) gearbeitet. CIRS-Beauftragter Thorsten Stein: „CIRS ist ein anonymes Fehlermeldesystem, über das alle Mitarbeitende im HKK die Möglichkeit haben, Vorfälle zu melden, die beinahe zum Schaden geführt hätten – oder aber zu einem Schaden führen könnten." CIRS wird in der Luftfahrt schon seit vielen Jahren verwendet und basiert im Klinikalltag auf den Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS). Thorsten Stein: „CIRS ist wichtig, um die Sicherheit unserer Patienten auch langfristig zu gewährleisten, weil es uns hilft, „neue" Schwächen in unserem Klinikalltag zu entdecken – und somit abzustellen."
Gemeinsam für die Gesundheit – seien Sie dabei, desinfizieren auch Sie sich Ihre Hände, wenn Sie bei uns im Krankenhaus Soltau oder Walsrode sind.