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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Freitag, 31. Mai 2019

Thema: Seelische Stärkung

Wie wichtig das gesellschaftliche Engagement der Grünen Damen und Herren auch für künftige Generationen ist, hat die Evangelische Kranken- und Alten-Hilfe (eKH) auf ihrer Bundestagung im Ev. Johannesstift, Berlin-Spandau, herausgestellt. Doch auch Menschen im Ehrenamt brauchen Stärkung und Inspiration. Deshalb stand die Bundestagung unter dem Motto „Resilienz als Selbsterhaltung".

Der gemeinschaftliche Austausch und das schöne Ambiente auf dem Gelände des Ev. Johannesstift trugen viel zur konstruktiven Atmosphäre der Bundestagung bei. Wie die innere Stärke auch in belastenden Situationen des Alltags insbesondere von Grünen Damen und Herren gewahrt werden kann und welches die Voraussetzungen für Resilienz sind, veranschaulichten die Referenten Hans- Peter Hellmanzik und Beate Pflieger-Lorenz mit Karin Grahn an den zwei Veranstaltungstagen. Ihre Vorträge können auf der Startseite der eKH-Homepage abgerufen werden.

Um die politische Stärkung des Ehrenamtes ging es in der Ansprache der Bundesvorsitzenden, Käte Roos, und den Grußworten der geladenen Gäste.

„Die Grünen Damen und Herren sind in der besonderen Situation, dass sie einen Dachver­band benötigen, um die Arbeit zu qualifizie­ren und bundesweit zu organisieren wie auch zu vertreten. Leider stehen für diesen Bereich viel zu wenig, bis gar keine kalkulierbaren Mit­tel zur Verfügung. Wenn diese segensreiche Arbeit Zukunft haben soll, muss sie aus dem System refinanziert werden", forderte die Vor­standsvorsitzende der eKH, Käte Roos. Neben der Politik seien auch die Krankenkassen und die Pflegeversicherungen gefordert, zusammen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft diese Arbeit weiter sicherzustellen.

Mehr gesellschaftliche Unterstützung für Or­ganisationen wie die eKH forderte auch die Patienten- und Pflegebeauftragte der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Karin Stötzner. Es genüge nicht, den Grünen Damen und Herren Respekt durch anerkennende Reden zu zollen. Stötzner si­cherte ihre Unterstützung zu. Die Pa­tientenbeauftragte beschrieb die prekäre Situation allein lebender Menschen in Berlin: Knapp ein Drittel der Berliner Bevölkerung (1.057.744 Mio.) lebt alleine. Der Anteil der Einpersonenhaushalte an al­len Haushalten in Deutschland liegt bei 40,8%, in Berlin sogar bei 54 Prozent. „Sie müssen die Rolle der sorgenden Angehörigen einnehmen. Die Bedeutung Ihrer Arbeit liegt nicht nur in der Zuwendung und der Alltagshilfe, der Bereitschaft zum Zuhören und Dasein, sondern in der Rolle ein Auge zu haben auf und für diejenigen, die sonst Gefahr laufen, nicht mehr gesehen zu werden", sagte Stötzner. Sie wisse, dass man den Fachkräftemangel und die falschen Entscheidungen mancher Träger zu immer neuen Einsparungen beim Personal nicht durch ehrenamtliches Engagement auf­fangen könne. Gefragt seien neue Konzepte. Sie begrüße, dass die eKH diesen Weg verfolge, um Ihre Arbeit organisatorisch weiterzuentwickeln, so Stötzner.

Die Diakonie Deutschland, vertreten durch Dr. Peter Bartmann, dankte für das langjährige ehrenamtliche Engagement der vielen 1000 Grünen Damen und Herren.