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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Screeningverfahren (inkl. MRSA-Eradikation)

Auch in Bezug auf Krankenhauskeime, wie MRSA-Erreger, handelt das Klinikum nach einem konsequenten Schema zur Beseitigung von Krankenhauskeimen bewusst mit präventiven Maßnahmen.

Was ist MRSA?

Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus Stämme sind Erreger, die sich in den Nasenvorhöfen des Menschen befinden können und von dort aus auch auf andere Bereiche des Körpers übergreifen.

MRSA-Erreger weisen eine Resistenz gegen viele Antibiotika auf und schränken Therapiemöglichkeiten dadurch erheblich ein. Zudem besitzen sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Wärme und sind auch auf unbelebter Oberfläche (z. B. Kittel, Oberflächen von Geräten und Instrumenten) monatelang lebensfähig.

Screeningverfahren

Schon bei der Aufnahme wird auf besonders gefährdete Gruppen bezüglich des Krankenhauskeims MRSA geachtet:

Patienten...

  • ... die in Pflegeeinrichtungen leben,
  • ... mit chronischen Wunden,
  • ... von anderen Intensivstationen,
  • ... die beruflich Kontakt zu Tieren in der landwirtschaftlichen Tiermast haben,

tragen diese Keime beispielsweise sehr viel häufiger als andere Menschen in sich.

Ebenso erfolgt ein Screening auf unserer Neonatologie bei den Frühgeborenen und deren Mutter, um eine Infektion der Früh- und Neugeborenen im Intensivbereich zu verhindern.

Um nach der Aufnahme abzuklären, ob ein Patient mit den Problemkeimen besiedelt ist, wird ein Schnelltest auf MRSA durchgeführt. Nach weniger als zwei Stunden ist dessen Ergebnis bereits ausgewertet, sodass bei positiver Testung schnellstmöglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden können.

Eine prophylaktische Isolierung von Patienten bei denen ein MRSA-Screening durchgeführt wird, ist bis zum Nachweis eines MRSA-Erregers nicht erforderlich.

Neu- und Frühgeborene sowie deren Mutter werden neben MRSA auch auf MRGN abgestrichen.

MRSA-Eradikation

Um der Verbreitung von MRSA effektiv entgegenwirken zu können, handelt das Heidekreis-Klinikum nach einem konsequenten Schema zur Beseitigung von Krankenhauskeimen:

  • Screenings bei Risikogruppen
  • räumlich isolierte Unterbringung infizierter Patienten
  • Kontaminationsschutz für Personal und Angehörige durch Schutzkittel, Mund-Nasen-Schutz, Einmalhandschuhe und Händedesinfektion
  • Tägliche Zimmerreinigung nach einem speziellen Reinigungsplan
  • Kontrollierte Abfall- und Wäscheentsorgung
  • Strenge Auflagen für die Indikation eines Transports von MRSA-Patienten
  • Sanierung: tägliche Ganzkörperwaschungen mit speziellen Präparaten und Waschlotionen sowie antiseptische Wundbehandlung für fünf Tage
  • Kontrollbögen zur Dokumentation des Sanierungsprozesses
  • Aufklärung von Patienten und Angehörigen

Beim Anklicken dieser Stichwörter finden Sie weitere Informationen zum Thema:

Hygiene

Roswitha Northoff
Hygienebeauftragte Ärztin
roswitha.northoff@heidekreis-klinikum.de

Birgit Eulig
Staatlich anerkannte Hygienefachkraft

Tel.: 05191 602-3444
hygiene-soltau@heidekreis-klinikum.de

Alexandra Flohr
Fachkrankenschwester für Hygiene und Infektionsprävention

Tel.: 05161 602-1445
hygiene.walsrode@heidekreis-klinikum.de

Ursula Freynik
Fachkrankenschwester für Hygiene und Infektionsprävention

Tel.: 05161 602-1445
hygiene.walsrode@heidekreis-klinikum.de

Sabrina Sandtvos
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Tel.: 05161 602-1445
hygiene.walsrode@heidekreis-klinikum.de