Brustzentrum Heidekreis-Klinikum Walsrode

Das Brustzentrum Heidekreis-Klinikum Walsrode ist auf die Diagnose und Behandlung von allen bösartigen Neubildungen der Brust spezialisiert. Über 230 Patient*innen werden jedes Jahr in unserem Brustzentrum behandelt. Als Nachweis der hohen medizinischen Qualität ist unser Brustzentrum nach den hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Selbstverständlich lassen wir unsere hohe Qualität in jährlichen Audits bestätigen, denn wir wollen unsere hohen medizinischen und pflegerischen Standards in unserer alltäglichen Arbeit nicht nur so halten sondern auch stetig verbessern.
Sie können sich darauf verlassen, dass Sie bei uns kompetent und einfühlsam behandelt werden. Zudem beziehen wir auch gern Ihre Haus- und Fachärzte in die Behandlung mit ein. Es ist unser Wunsch und Bestreben für jede/n unserer Patient*innen die bestmögliche Therapie anzubieten, und deshalb arbeiten wir auch sehr eng mit unseren fachlich hochqualifizierten Kooperationspartnern zusammen.
Sie sind auf diesem Weg nicht allein: Wir gehen diesen Weg gemeinsam. Und zwar genau so, wie wir es mit Ihnen gemeinsam besprechen und abstimmen.
Ihr
Dr. med. Mina Fam
Chefarzt und Leiter des Brustzentrums am Heidekreis-Klinikum Walsrode

Diagnostik
Als bildgebende Untersuchungsmethoden stehen Mammographie, Sonographie (Ultraschalluntersuchung) und ggf. MRT zur Verfügung. Auffällige Befunde werden mittels ultraschall- bzw. röntgengesteuerter Probeentnahme (Biopsie) abgeklärt. An die Diagnostik stellen wir strenge Qualitätsanforderungen. Unser Brustzentrum ist Kooperationspartner des Mammographie-Screening-Programms Niedersachsen (https://www.mammo-programm.de/de)
Ein Genexpressionstest untersucht, wie aktiv bestimmte Gene in einer Tumorzelle sind. Gene sind wie „Bauanleitungen“ in unserem Körper. Bei Krebszellen können manche Gene stärker oder schwächer „angeschaltet“ sein als bei gesunden Zellen.
Warum ist das wichtig?
Durch die Analyse dieses „Genmusters“ können wir besser einschätzen: wie hoch das Risiko ist, dass der Krebs zurückkommt (Rückfallrisiko), ob eine Chemotherapie oder andere zusätzliche Behandlung sinnvoll ist oder nicht, und welche Therapie die größte Chance auf Erfolg hat.
Das Ziel
Der Test hilft, eine Behandlung zu wählen, die genau auf die persönliche Situation zugeschnitten ist – damit Patient*innen weder zu viel noch zu wenig behandelt werden.
In unserer Klinik können wir Sie bei Verdacht auf erblich bedingten Brust- und/oder Eierstockkrebs vor Ort in Kooperation mit der Universitätsklinik Köln genetisch beraten und testen. Unser Brustzentrum ist ein Kooperationspartner des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln. Durch diese Kooperation haben unsere Patientinnen die Möglichkeit an der BMBF-geförderten Registerstudie „HerediCaRe“ des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs teilzunehmen. Diese Registerstudie eignet sich für Patientinnen und Patienten mit dem Verdacht auf familiäre oder erbliche Veranlagung für Brust - und/oder Eierstockkrebs. Ziel ist es, mit einer strukturierten und qualitätsgesicherten Datenerfassung/ und -analyse die Versorgung und Betreuung von Ratsuchenden und Patienten mit einer erblichen Belastung für Brust- und Eierstockkrebs durch neues Wissen stetig zu verbessern.
Bei inhaltlichen Fragen zur Studie stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des HerediCaRe-Teams an der Uniklinik Köln unter der E-Mail Adresse: fbz-heredicareorga-pf@uk-koeln.de gerne zur Verfügung.

Klinische Studien
Weshalb sind Klinische Studien wichtig – auch für unsere Patientinnen und Patienten im Heidekreis-Klinikum?
Klinische Studien helfen dabei, Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs noch besser, sicherer und wirksamer zu machen. Bevor neue Medikamente oder Therapien allgemein eingesetzt werden können, müssen sie sorgfältig getestet werden. Das passiert in sogenannten Klinischen Studien.
Durch die Teilnahme an solchen Studien können wir unseren Patientinnen schon sehr früh Zugang zu neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden bieten – manchmal sogar noch bevor diese allgemein verfügbar sind. So profitieren Sie direkt von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Wichtig ist: Alle Studien unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben und hohen Qualitätsstandards, damit Ihre Sicherheit stets gewährleistet ist.
Was haben Sie davon? Als Teilnehmerin einer Studie haben Sie die Chance auf eine innovative Therapie. Außerdem werden Sie während der gesamten Behandlung besonders eng betreut und überwacht – oft auch noch nach Abschluss der eigentlichen Behandlung.
Das Wissen, das wir aus den Studien gewinnen, teilen wir mit Fachärzten weltweit. So können auch andere Frauen in Zukunft von verbesserten Therapien profitieren.
In unserem Brustzentrum gibt es eine speziell ausgebildete Pflegefachkraft, unsere Study Nurse. Im Rahmen Ihres Gesprächs mit dem Arzt oder der Ärztin und unserer Study Nurse können Sie die Möglichkeit bekommen, an ausgewählten Klinischen Studien teilzunehmen – falls diese für Sie passend sind. Sie haben dann genug Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken. Und noch einmal: Die Entscheidung, ob Sie an einer Studie teilnehmen möchten, liegt ganz bei Ihnen. Es besteht keinerlei Verpflichtung.
Studienzentrale und Ansprechpartnerin:
Nicole Gauger (Studienassistentin / Study Nurse)
Tel.: 05161 602 2963
E-Mail: nicole.gauger@mvz-walsrode.de
Aktuelle laufende Studien
BCP
Prospektive und Retrospektive Registerstudie der German Breast Group (GBG) zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (<40 Jahre) als Vergleichskohorte.
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Frau nach dem 25. Lebensjahr. Das Alter der Erstgebärenden steigt stetig an und liegt mittlerweile bei 30 Jahren. Die Inzidenz des Mammakarzinoms v.a. der prämenopausalen Patientin erhöht sich ebenfalls, daher steigt auch die Inzidenz des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft. Da über diese Patientinnengruppe nur sehr wenige Daten vorliegen, sollen mit der Studie Daten zum Mammakarzinom in der Schwangerschaft prospektiv und retrospektiv erhoben werden. Hierbei soll an erster Stelle die Toxizität der Therapien für Mutter und Kind bei einer Behandlung eines in der Schwangerschaft aufgetretenen Mammakarzinoms untersucht werden. Erarbeitete Richtlinien zur Therapie werden angeboten, deren Akzeptanz untersucht werden soll.
Weitere Zielkriterien sind die Erfassung der Therapien, der durchgeführten Diagnostik, der Spätfolgen der Therapie für das Kind und das mütterliche Outcome sowie der Schwangerschaftsverlauf.
Zusätzlich werden wir eine Kontrollgruppe von nicht schwangeren jungen Patientinnen (<40 Jahre) in die Registerstudie aufnehmen. Dies ist wichtig, um die Daten und Ergebnisse der schwangeren Brustkrebs Patientinnen- die unter der Schwangerschaft behandelt wurden- mit denen der nicht schwangeren sehr jungen Brustkrebs Patientinnen zu vergleichen.
Eine prospektive Registerstudie zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms des Mannes.
Das Mammakarzinom des Mannes stellt, mit einer geschätzten europaweiten Prävalenz von 1 auf 100.000, eine seltene Tumorerkrankung dar. Damit verbunden ist eine schlechte einheitliche Datenlage bezüglich der Diagnostik und Therapie. Das klinische Management dieser Erkrankung basiert immer noch auf Ergebnissen generiert durch die Forschung des Mammakarzinoms der Frau. Auch deshalb sind die Mortalitätsraten in den letzten 25 Jahren konstant geblieben. Neue Ergebnisse aus den USA deuten eine steigende Inzidenz an, so dass die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Konzepte zum Management des Mammakarzinoms des Mannes an Bedeutung gewinnt. Kliniker sind auf Ergebnisse aus Studien mit kleinen Fallzahlen und retrospektiven Erhebungen angewiesen, um Therapiekonzepte zu entwickeln und um eine Prognose abschätzen zu können. Diese Untersuchungen reflektieren aber nur die Erfahrung einzelner Institutionen.
Ziel dieser Registerstudie ist die Erfassung umfangreicher Daten zur Anamnese, Diagnostik, Pathologie, Therapie und Verlauf der Erkrankung. Diese Daten sollen Grundlage für die Entwicklung von Therapiekonzepten sein. Weiterhin soll die Registerstudie Voraussetzung für die Entwicklung von klinischen Studien sein, denn nur aus der Kenntnis des Ist-Zustandes lassen sich sinnvolle klinische Studien konzipieren.
Die BMBC (Brain Metastases in Breast Cancer Network Germany) Registerstudie soll dazu beitragen, prospektiv und retrospektiv Daten zu Erkrankungsverläufen von Patientinnen mit Hirnmetastasen eines Mammakarzinoms zu erheben. Darüber hinaus sind wissenschaftliche Projekte geplant, die dazu beitragen sollen, die Ursachen für die Entstehung von Hirnmetastasen bei einer Brustkrebserkrankung besser zu verstehen.
Bei der Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom stellt die steigende Inzidenz von Hirnmetastasen (>30%) ein zunehmendes Problem dar, wie Sie es vielleicht auch in Ihrem klinischen Alltag erleben. Leider sind bislang die Erkenntnisse über die Mechanismen dieser Metastasierung und auch die Möglichkeiten der Therapie sehr begrenzt. Die BMBC (Brain Metastases in Breast Cancer Network Germany) Registerstudie soll deshalb dazu beitragen, prospektiv und retrospektiv Daten zu Erkrankungsverläufen von Patientinnen mit Hirnmetastasen eines Mammakarzinoms zu erheben für ein besseres Verständnis der Biologie der zerebralen Metastasierung. Ziel der Registerstudie ist u.a. die Erfassung von Auftreten, Diagnose und Therapie von Hirnmetastasen. Darüber hinaus sind wissenschaftliche Projekte geplant, die mit Untersuchungen an vorhandenem Paraffingewebe dazu beitragen sollen, die Ursachen für die Entstehung von Hirnmetastasen bei einer Brustkrebserkrankung besser zu verstehen. Hiermit soll zukünftig die Behandlung unserer Patientinnen verbessert werden.
Eine nicht-interventionelle Studie zu Ribociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer zur adjuvanten Therapie von Patient*innen mit HR+/HER2- frühem Mammakarzinom mit hohem Rezidivrisiko zur Bewertung der Wirksamkeit, des Sicherheitsprofils, der Therapietreue und der Lebensqualität.
Beobachtet werden 3 Kohorten:
– Ribociclib
– endokrine Monotherapie
– Abemaciclib
Prospektive nicht-interventionelle Beobachtungstudie zur Untersuchung der Auswirkungen von Health-Unterstützung auf patientenberichtete und klinische Daten aus der Alltagsroutine von Patientinnen mit HER2-positivem inoperablen oder metastasierten Brustkrebs, die mit Trastuzumab-Deruxtecan behandelt werden.
Nachsorge
Die regelmäßige Nachsorge ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie und erfolgt stets in enger Absprache mit Ihren behandelnden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
Unser Team
Dr. med. Mina Fam
Chefarzt
Leiter des Brustzentrums am Heidekreis-Klinikum Walsrode
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Zusatzbezeichnung medikamentöse Tumortherapie
Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
Senior Mammaoperateur nach OnkoZert
DEGUM Stufe II Mammasonografie
Qualifikation zur genetischen Beratung und -Testung
Qualifikation zur mikroinvasiven Chirurgie
Kolposkopiediplom
*Mitgliedschaft bei: AG CPC, AGE, AWOgyn, BVF, DEGUM, DGGG, ESGE
Aglaia Efthymiadou
Leitende Oberärztin
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Daniela Monaco-Schenk
Sekretariat des Brustzentrums
Jana Drewes
Sekretariat des Brustzentrums
Rabea Pasenau-Zillig
Pflegerische Leitung Geburtshilfe, Gynäkologie und Brustzentrum
Nicole Gauger
Studienassistentin / Study Nurse
Friederike Busch
Sozialarbeiterin / Sozialdienst
Psychoonkologin
Manuela Grebe
Diplom-Sozialpädagogin
Psychoonkologin in Weiterbildung
Eva Theodora Tuschen
Psychologische Psychotherapeutin
Anett Müller
Onkologische Fachpflege
Bianca Imbach
Onkologische Fachkraft
Anja Brunnmeier
MVZ der Chemoambulanz
Karina Tepe
Physiotherapeutin
Svetlana Hestermann
Breast Nurse
Weiterführende Links
Faltblatt: Brustzentrum
Faltblatt: Praxis für Senologie und gynäkologische Onkologie
Broschüre: Selbstuntersuchung der Brust
Broschüre: Informationen zur OP
Broschüre: Entfernung und Wiederaufbau der Brust
Brustkrebs – Krebsinformationsdienst
Brustkrebs und familiärer Brustkrebs – ein Unterschied? BRCA-Netzwerk
Brustkrebs – Basisinformationen - Deutsche Krebsgesellschaft
Niedersächsische Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs bei Männern
Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V.
Hilfe für krebskranke Mütter mit Babys oder Kleinkindern bzw. krebskranke Schwangere
Leitlinien - Deutsche Gesellschaft für Senologie
Leitlinien „Kommission Mamma“ – Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie e.V.
Onkologischer Arbeitskreis Walsrode e. V.
Brustkrebs-Selbsthilfegruppe Walsrode
Brustkrebsdeutschland
Mamazone
Mammamia-online
Frauenselbsthilfe
Allianz gegen Brustkrebs
th!nk pink club
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