Oberärztin Sylvia-Aust und Chefarzt Dr. Hammoud halten das Zertifikat.

Heidekreis-Klinikum erneut zum Hernienzentrum re-zertifiziert

Mehr als 350.000 Hernienoperationen werden in Deutschland jedes Jahr durchgeführt. Das Heidekreis-Klinikum ist jetzt bereits zum zweiten Mal als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie re-zertifiziert worden. Für Patientinnen und Patienten ist die Auszeichnung vor allem ein Zeichen für überprüfte und kontinuierlich gesicherte Behandlungsqualität.

Heidekreis. Leistenbruch, Nabelbruch oder Narbenbruch: Hernien gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die chirurgisch behandelt werden. Nach Angaben von Herniamedwerden in Deutschland jährlich mehr als 350.000 Operationen aufgrund von Hernien durchgeführt. Allein Leistenhernien machen dabei einen großen Anteil aus: Fachpublikationen gehen von über 250.000 operativen Eingriffen pro Jahr aus.

Umso wichtiger ist die Frage, wo Patientinnen und Patienten mit einem Bruch eine Behandlung erhalten, die nicht nur auf Erfahrung, sondern auf überprüfbaren Qualitätsstandards basiert. Die Fachabteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Heidekreis-Klinikums ist jetzt erneut als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert worden.

„Eine Re-Zertifizierung ist für uns mehr als ein Siegel an der Tür. Sie zeigt, dass wir unsere Abläufe und Behandlungsergebnisse regelmäßig überprüfen und uns an verbindlichen Qualitätsstandards messen lassen“, sagt Dr. med. Bassam Hammoud, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Heidekreis-Klinikum.

Denn hinter dem Begriff „Hernie“ steckt nicht immer dasselbe Krankheitsbild. Neben den häufigen Leisten- und Nabelbrüchen gibt es beispielsweise Narbenhernien oder komplexe Bauchwandbrüche. Entsprechend unterschiedlich können die Behandlung und das geeignete Operationsverfahren sein.

Genau hier setze die Zertifizierung an, erklärt Oberärztin Sylvia Aust, Koordinatorin des Hernienzentrums: „„Die Hernienzertifizierung ist mit einem erheblichen organisatorischen, personellen und dokumentarischen Aufwand verbunden und erfordert die Einhaltung definierter Qualitätsstandards. Für unsere Patienten schafft sie Transparenz, strukturierte Behandlungsabläufe und die Sicherheit einer nachweislich qualitätsgesicherten Hernienversorgung.“

Ein wichtiger Bestandteil dieser Qualitätssicherung ist das Hernienregister Herniamed. Dort werden die Behandlungen dokumentiert und auch langfristig nachverfolgt. So können Behandlungsergebnisse ausgewertet und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hernienchirurgie gewonnen werden. Herniamed weist zugleich darauf hin, dass Hernien zwar zu den Routineeingriffen der Chirurgie gehören, die Rückfallquote und insbesondere mögliche chronische Schmerzen nach einer Operation aber relevante Qualitätsaspekte sind.

Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die erneute Zertifizierung des Heidekreis-Klinikums daher vor allem eines: Die Behandlung von Hernien erfolgt in einem spezialisierten Zentrum, das sich regelmäßig an festgelegten Qualitätskriterien messen lässt. Die erneute Auszeichnung, die nun bis Ende 2029 gilt, bestätigt damit nicht nur die Erfahrung des Teams, sondern auch die Strukturen und Prozesse, mit denen die Qualität der Hernienversorgung am Heidekreis-Klinikum kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt wird. „Unsere Patientinnen und Patienten können also weiterhin darauf vertrauen, dass wir alle wichtigen Qualitätskriterien erfüllen“, fasst Oberärztin Sylvia Aust zusammen.

 

* Herniamed = internetbasiertes Qualitätsregister und eine gemeinnützige Gemeinschaft für die Hernienchirurgie

Foto: HKK © (v.l.n.r.) Oberärztin Sylvia Aust und Dr. med. Bassam Hammoud, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie freuen sich über die erneute Re-Zertifizierung zum Hernienzentrum.

Wir sind zertifiziert:

Siegel für die DEKRA-Zertifizierung
Logo des DHG Kompetenzzentrum Hernienchirurgie
Siegel des Traumazentrum DGU Zertifiziert iq
Siegel für das Zertifikat Aktion saubere Hände