Herz aus dem Takt: Kardiologen informieren über Vorhofflimmern
Heidekreis-Klinikum beteiligt sich an den Herzwochen 2026 der Deutschen Herzstiftung: Zwei Informationsveranstaltungen zu Vorhofflimmern am 11. November in Soltau und Walsrode in Kooperation mit der VHS Heidekreis.
Soltau/Walsrode. Herzrasen, Herzstolpern oder Atemnot können Anzeichen für Vorhofflimmern sein. Die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung bleibt allerdings bei manchen Menschen lange unbemerkt – mit möglichen Folgen für die Gesundheit. Wie Vorhofflimmern erkannt und behandelt werden kann, erklären Kardiologen des Heidekreis-Klinikums am Mittwoch, 11. November 2026, bei zwei kostenlosen Informationsveranstaltungen in Soltau und Walsrode. Die Vorträge richten sich an Betroffene, Angehörige und alle, die mehr über die Erkrankung erfahren möchten.
Vorhofflimmern kann das Schlaganfallrisiko erhöhen
Bei Vorhofflimmern geraten die elektrischen Impulse im Herzen aus dem Takt. Die Herzvorhöfe ziehen sich nicht mehr geordnet zusammen, der Herzschlag wird unregelmäßig und kann sich beschleunigen. Während manche Betroffene Herzrasen, Herzstolpern oder Atemnot verspüren, bemerken andere die Rhythmusstörung zunächst gar nicht. Unbehandelt kann Vorhofflimmern das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, weil sich Blutgerinnsel im Herzen bilden können.
Von der Diagnose bis zur Behandlung
Wie lässt sich Vorhofflimmern erkennen und welche Untersuchungen sind notwendig? Die Kardiologen erklären, wie die Herzrhythmusstörung diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Bei der medikamentösen Therapie geht es zum einen darum, die Herzfrequenz zu kontrollieren oder den normalen Herzrhythmus zu erhalten. Zum anderen können blutgerinnungshemmende Medikamente das Schlaganfallrisiko senken. Eine weitere Möglichkeit ist die Kardioversion: Dabei wird versucht, den normalen Herzrhythmus mithilfe von Medikamenten oder einem kontrollierten elektrischen Impuls wiederherzustellen.
Bei der Katheterablation veröden Ärzte gezielt jene Bereiche im Herzen, von denen die fehlerhaften elektrischen Impulse ausgehen. Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem von den Beschwerden und dem individuellen Gesundheitszustand ab.
Auch der Lebensstil spielt eine Rolle
Neben der medizinischen Behandlung können Betroffene selbst dazu beitragen, das Auftreten von Vorhofflimmern zu beeinflussen. Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, Alkoholkonsum und Blutdruck spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Vorträge geben einen Überblick über die Erkrankung und zeigen auf, welche Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung bestehen.
Die Termine im Überblick
Soltau
- Wann: Mittwoch, 11. November 2026, von 15 bis 17 Uhr
- Wo: Heidekreis-Klinikum Soltau, Oeninger Weg 30, 29614 Soltau, Raum Hamburg
- Referenten: Dr. Mira Moser, Oberärztin der Kardiologie, und Gunter Hornung, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
- Anmeldung: Nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen.
- Eintritt: Kostenfrei
Walsrode
- Wann: Mittwoch, 11. November 2026, um 19 Uhr
- Wo: VHS Heidekreis, Kirchplatz 7, 29664 Walsrode, Forum
- Veranstalter: Heidekreis-Klinikum in Kooperation mit der VHS Heidekreis
- Referenten: Dr. Andrea Hartmann, Chefärztin der Inneren Medizin und Kardiologie, und Feras Osman, Leitender Oberarzt der Kardiologie
- Anmeldung: über die VHS Heidekreis
- Eintritt: Kostenfrei
Wir sind zertifiziert: